Über Sinn und Zweck des iKANTOS-Manifests

Home / In eigener Sache / Über Sinn und Zweck des iKANTOS-Manifests
»In eigener Sache»Über Sinn und Zweck des iKANTOS-Manifests

Über Sinn und Zweck des iKANTOS-Manifests

Über Sinn und Zweck des iKANTOS-Manifests

Das iKANTOS-News-Projekt steckt im Moment noch in den Kinderschuhen. Ich habe zwar in den vergangenen Wochen mit vielen Leuten darüber gesprochen und es sind zahlreiche sehr konstruktive Ideen eingeflossen. Dennoch benötigen wir Unterstützer für die Umsetzung der praktischen Schritte. Vor allem in der Startphase.

Es wird eine erste Spendenkampagne geben – bis zur Fertigstellung des Prototyps einer funktionierenden Webplattform werden wir uns nur aus Spenden und von Mitteln aus dem Crowdfunding finanzieren – aber die muss auch bekannt gemacht werden!

Warum also nicht das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbinden! Das Manifest der Medienkonsumenten vereint das Bedürfnis der politisch interessierten Bürger nach einer nicht-interessengelenkten, selbstbestimmten Meinungsbildung mit der Initiative der Macher von iKANTOS-News, die mit ihrem Qualitätsfilter für Nachrichten einen kleinen Beitrag zur Befriedigung dieses ‘Bürgerrechts’ leisten wollen.
Gleichzeitig eröffnet sich mit der Bekanntmachung des Manifests (hoffentlich) eine Diskussion darüber, welche Chancen der Medienrezipient heute hat, mit seinem Konsumentenverhalten auf die Qualität der Medienberichterstattung Einfluss zu nehmen, und welcher technischer Voraussetzungen es bedarf, diese Chancen noch deutlich zu erweitern.

Wir sind also nicht nur auf der Suche nach finanzieller Unterstützung, sondern auch nach inhaltlicher Diskussion.
Es gibt eine Reihe von im Bereich der Wirtschaft verwendeten Algorithmen zum Social Forcasting, mit denen Produktbewertungen vorgenommen werden können. Nachrichtenbeiträge sind aber keine Produkte im klassischen Sinne. Sie haben ganz andere Qualitätsdimensionen (über die sich die Experten letztendlich nicht einig sind) und die von den Rezipienten auch noch unterschiedlich wahrgenommen werden. Es müssen hier also neue Wege beschritten werden!
Ähnliches gilt für die automatisierte Qualitätsanalyse von Medienbeiträgen mittels semantischer Algorithmen. Die Wissenschaft davon befindet sich noch im Anfangsstadium. Das Problem besteht in der Rechenpower. Es gibt zwar gute Algorithmen, aber die rechnen sehr, sehr lang. Und wir haben weder jahrelang Zeit, noch verfügen wir über Supercomputer. Kluge Ansätze für Kompromisse, die dennoch gute Ergebnisse liefern, sind gefragt.
All das wurde in das Manifest mit hineingepackt: ‘Wir die Unterzeichner fördern …. , wir unterstützen, … wir stärken!’

Die Frage, die bleibt, ist: Soll das Manifest als Manifest oder als Petition bekannt gemacht werden? Eigentlich sind das zwei verschiedene paar Schuhe. Ein Manifest ‘ist eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur’ [aus Wikipedia], eine Petition ‘ist ein Schreiben (eine Bittschrift, ein Ersuchen, eine Beschwerde) an eine zuständige Stelle, zum Beispiel Behörde oder Volksvertretung’ [aus Wikipedia]. Ein Manifest tritt an die Öffentlichkeit mit der Bekanntgabe der Unterzeichner, eine Petition sammelt Unterzeichner als Unterstützer eines Anliegens.

Nun denke ich, wenn das Manifest auf change.org oder openPetion.de eingestellt wird, wobei es sich an die Bürger dieses Landes mit dem Ziel wendet, ihre Sympathie bzw. ideelle Unterstützung kund zu tun, dann hätten wir die einmalige Chance, die Zustimmung auf das Anliegen des iKANTOS-News-Projektes in der Bevölkerung zu testen. Fiele die Resonanz positiv aus, hätten wir ein sehr gutes Argument für das Werben um finanzielle Unterstützung.
Die Nachrichtenforschung geht davon aus, dass Otto-Normalverbraucher nicht sonderlich an qualitativer Medienberichterstattung interessiert sei. Das Unterschriftensammeln wäre eine Möglichkeit, dieses Argument ad absurdum zu führen. Ich persönlich glaube an das Gestaltungsinteresse der ‘Masse’, die sich im Bedürfnis nach selbstbestimmter Meinungsfindung widerspiegelt. Die Masse ist eben nicht dumpf, wie uns das führende Politiker immer wieder zu suggerieren versuchen. Möglicherweise fühlen jene ja ihre exponierte Stellung in der Gesellschaft von einer Masse an mündigen Bürgern bedroht … ?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.